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Faszination Cycle-Farming

Wie würdest du eigentlich einen Kreislauf erklären?
Gar nicht so leicht in Worte zu fassen, oder? 😉

Mir persönlich, hat bisher folgende Definition am besten gefallen:

Ein Kreislauf, oder Zirkulation ist eine regelmäßig wiederkehrende Bewegung von Stoffen oder Energien.

eine Definition aus Wikipedia

Und das trifft’s am Punkt: Unser gesamter Naturkreislauf (englisch: natural cycle) ist ein regelmäßig wiederkehrender Ablauf. Doch was bedeutet jetzt der Begriff Cycle-Farming, mit dem ich meine Idee beschreibe? Und was hat das Ganze mit Aquaponik, Garten und Insekten zu tun?

Cycle-Farming – The interaction of Aquaponics, Gardening & Insects

Cycle-Farming Slogan von OFERA – organic food era

Aquaponics

Die Aquaponik ist ein Ökokreislauf der es ermöglicht Fisch und Gemüse zu erzeugen. Die Fischausscheidungen sind die Nährstoffbasis für die Gemüsepflanzen. Die Pflanzbeete reinigen im Gegenzug das Wasser mithilfe von Bakterien, Mikroorganismen und Würmern.

Input: Fischfutter (Insekten, Gemüsereste, Pellets), Energie (im Idealfall Sonnenstrom)
Output: Speisefische, Gemüse, Nährstoffe


Gardening

Das konventionelle Gärntern in Erdkulturen ist uns ja allen bekannt. Wenn es aber um die Entstehung und Zusammensetzung guter Böden sowie natürliche Nährstoffe geht, wird es spannender. Auch hier dient der natürliche Stickstoffkreislauf als Basis. Mit Ammonium-reichem Wasser aus der Aquaponik, Insekten-Dung oder fertigen Humus aus Insektenfarmen (Wurmkompost) hat man natürlichen Dünger stets griffbereit.

Input: Gießwasser aus der Aquaponik, Insekten- Dung & Humus, Erdwürmer
Output: Gemüse, Saatgut

Insects

Insekten spielen eine entscheidende Rolle in der Natur. So sorgen viele Arten für das bestäuben der Pflanzen. Andere lockern Böden und gleichzeitig sind viele auch Nahrung für andere Tiere. So auch für die Fische; und ja – sogar auch für den Menschen. (mehr zu Speiseinsekten)

Input: Speise- und Gemüsereste
Output: Futter- und Speiseinsekten, Nützlinge für Garten und Aquaponik

Wenn sich diese Kreisläufe nun gegenseitig stützen und ergänzen

Kreisläufe sind deshalb so genial, weil sie einmal angekurbelt in Bewegung bleiben. Es läuft – wie man so schön sagt. Und das beste daran ist: Sie liefern wertvollen Output.

Betrachten wir einmal die beiden Kreisläufe Aquaponik und Insekten:
Die wichtigsten Erzeugnisse, nämlich Fisch und Gemüse, nutzen wir als Nahrungsmittel. Reste davon können wir anschließend als Input einem weiteren Kreislauf zuführen. Insekten verwerten die Gemüse- und Speisereste innerhalb kürzester Zeit. Als natürliches Futtermittel für Fische sind Insekten somit wieder ein passender Input für den Aquaponik-Kreislauf.

Wir haben soeben zwei Kreisläufe miteinander verzahnt und profitieren zudem selbst von Nahrungsmitteln.

Koppeln wir nun die beiden Kreisläufe mit einem dritten – dem konventionellen Garten-Kreislauf – lässt sich feststellen, dass auch diese Verzahnung reibungslos funktioniert:
Ob nun das nährstoffreiche Wasser aus der Aquaponik zum Gießen der Pflanzen im Garten verwendet wird, oder Gartenabfälle die Insekten nähren, spielt keine Rolle. Auch hier ist es wieder ein Geben und Nehmen wie im vorherigen Beispiel.

Und genau hier wird es richtig spannend. Nach diesem Prinzip lassen sich eigenständige, kleine Kreislaufe hervorragend miteinander verzahnen und wir können erstaunt beobachten wie diese miteinander interagieren.

Möchtest auch du in die Welt des Cycle-Farmings eintauchen, oder hast du schon Erfahrungen mit dem einen oder anderen Kreislauf. Lass deine Eindrücke da! Das Kommentarfeld findest du unten! 🙂

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